Saunafreunde24

Ratgeber · Aromatik

Was ist ein
Aufguss?

Alles über ätherische Öle, die 1:200-Grundregel, Saunameister-Tipps und Profi-Techniken für das perfekte Saunaerlebnis

Was ist eigentlich ein Aufguss?

Beim Aufguss wird Wasser – oft vermischt mit ätherischen Ölen – auf die heißen Saunasteine gegossen. Das Wasser verdampft sofort und erzeugt eine Welle feuchter, aromatischer Hitze im Raum. Die gefühlte Temperatur steigt für kurze Zeit deutlich an.

Der Duft der Öle wirkt direkt über die Atemwege – je nach Öl beruhigend, belebend, atembefreiend oder stimmungsaufhellend.

Grundregel: Ca. 1 Tropfen ätherisches Öl pro 200 ml Wasser.
Weniger ist mehr – zu viel Öl reizt die Atemwege. Einen Aufguss macht man ca. alle 10–15 Minuten, nie mehrfach hintereinander.
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Tipp vom Saunameister

Fertige Bio-Aufgusskonzentrate sind speziell für die Sauna formuliert – keine Rückstände auf Steinen oder Ofen, keine synthetischen Parfümöle. Einfach ein paar Tropfen ins Aufgusswasser geben, fertig. Ideal für Heimsaunabesitzer, die ohne Vorbereitung immer ein perfektes Ergebnis wollen. Beim Kauf unbedingt auf „100 % naturreines ätherisches Öl" achten.

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Tipp vom Saunameister

2–3 Mentholkristalle in die Schöpfkelle geben, mit Wasser übergießen und normal aufgießen. Die Kristalle lösen sich rückstandsfrei auf und geben ein intensives, langhaltendes Kühle-Aroma ab – ganz ohne ätherisches Öl. Auch trocken auf den Steinen verwendbar, wenn du weniger Dampf möchtest.

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Tipp vom Saunameister

Getrocknete Kräuter (Kamille, Pfefferminze, Eukalyptus, Melisse) mit heißem Wasser aufgießen, mehrere Stunden ziehen lassen, dann durch ein feines Sieb oder Leinentuch abgießen. Den Sud wie normales Aufgusswasser verwenden – kein Öl, kein Rückstand, nur purer Kräuterduft.

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Tipp vom Saunameister

Getrockneten Birkenquast mit 10 Litern heißem Wasser übergießen und 4–6 Stunden ziehen lassen. 1–2 Liter absieben und als Aufguss verwenden – so funktioniert das finnische Original seit Jahrhunderten. Der Quast selbst dient zum sanften Abklopfen der Haut.

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Tipp vom Saunameister

Schnee fest zu kompakten Bällen formen und im Saunakübel bereithalten. Beim Aufguss die Schneebälle vorsichtig auf die heißen Steine legen – der Schnee schmilzt langsam und gleichmäßig, der Dampf entwickelt sich sanfter als bei Wasser. Optional mit etwas Aufgusskonzentrat im Schnee anreichern.

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Beduftung ohne Aufguss

Du möchtest Duft, aber keinen Hitzeschwall oder Wasserdampf im Raum? Stell eine feuerfeste Duftschale auf die heißen Steine – gut geeignet sind Keramik, Speckstein oder Metall (auch spezielle Aroma- und Verdunsterschalen). Mit etwas Wasser und einigen Tropfen ätherischem Öl oder Aufgusskonzentrat befüllen. So entsteht ein kontinuierlicher, sanfter Duft – ganz ohne Dampfstoß und ohne zusätzliche Hitzeentwicklung.

Profi-Tipps für den perfekten Aufguss

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Wasser-Temperatur beachten

Verwende kühles bis zimmerwarmes Wasser – nicht kochend. Zu heißes Wasser verdampft zu schnell und verteilt die Aromen nicht optimal.

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Portionsweise aufgießen

Gieß nicht alles auf einmal – teile 150 ml in 2–3 Portionen auf. Das sorgt für eine gleichmäßige Dampfentwicklung und einen längeren Duft.

🌬️

Wedeln für Einsteiger

Ein Handtuch-Schwenken nach dem Aufguss verteilt die heiße Luft gleichmäßiger. Kreise von der Tür zur hinteren Wand, von unten nach oben.

🧴

Nur reine, natürliche Öle

Verwende ausschließlich 100 % naturreines ätherisches Öl – kein Parfümöl, kein Badezusatz. Synthetische Produkte können beim Erhitzen gesundheitsschädliche Stoffe freisetzen.

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Mitbesucher fragen

Bevor du einen Aufguss machst, kurz fragen ob die anderen Einwände haben – das ist guter Stil. Starke Düfte wie Eukalyptus sind nicht für jeden angenehm.

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